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Buchtage Berlin 2009: Keine Zukunft ohne Rechtssicherheit
Gemeinsame Resolution der deutschen Verleger und Buchhändler in Berlin / Beschluss auf Hauptversammlung des Börsenvereins


Ein Gesamtkonzept der Bundesregierung für die Weiterentwicklung des Urheberrechts fordern die Verlage und Buchhandlungen in einer gemeinsamen Resolution zum Abschluss der Buchtage Berlin 2009.

 

„Ein Land, dessen nahezu einzige Ressource geistig-schöpferische Leistungen sind, sollte international Vorreiter beim Schutz geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter sein“, sagte Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels heute in Berlin. Deshalb sei es notwendig, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel des Schutzes des geistigen Eigentums persönlich annimmt. Rund 750 Verleger, Buchhändler, Publizisten und Online-Experten haben sich von Donnerstag, 19.06.2009, bis Freitag, 20.06.2009, im Berliner Congress Center bcc auf den Buchtagen Berlin getroffen, um die Zukunft des Buches zu diskutieren.


Die Resolution im Wortlaut:


Keine Zukunft ohne Rechtssicherheit


Auf seiner heutigen 184. Hauptversammlung hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. die folgende Resolution beschlossen:

 

Die deutschen Verleger, Buchhändler und Zwischenbuchhändler teilen die im „Heidelberger Appell“ ausgedrückte Sorge, dass der fortschreitende Verlust des Respekts vor geistigem Eigentum zu einer dramatischen Verschlechterung der Bedingungen für die Schöpfung und Verbreitung hochwertiger Bücher führt. Sie unterstützen den Widerstand wissenschaftlicher und literarischer Autoren gegen Tendenzen in der Politik, durch die mit dem geistigen Eigentum zugleich die Freiheit von Wissenschaft und Literatur mit Füßen getreten wird.

 


Die deutschen Verleger, Buchhändler und Zwischenbuchhändler appellieren an die Bundeskanzlerin, sich des Schutzes des geistigen Eigentums persönlich anzunehmen und ein Gesamtkonzept für die Weiterentwicklung des Urheberrechts vorzulegen. Damit sollte einerseits der Schutz geistigen Eigentums vor Internetpiraterie nachhaltig verbessert und andererseits verhindert werden, dass Beschränkungen des Urheberrechts und fehlgeleitete Open Access-Modelle unternehmerische Initiativen verdrängen. Ein Land, dessen Ressource geistig-schöpferische Leistungen sind, sollte international Vorreiter für den Schutz geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter sein und sicherstellen, dass kreativ Tätigen die wirtschaftliche Grundlage erhalten bleibt.

 


Die deutsche Buchbranche bittet die Bundesregierung zudem, alles zu unternehmen, um das Google Book Settlement in der augenblicklichen Form zu verhindern. Der in den USA geplante Vergleich würde den millionenfachen dreisten Bruch von Urheberrechten durch Google belohnen und Autoren und Verlage ihres ureigenen Rechts berauben, über die Nutzung ihrer Werke selbst entscheiden zu können.

 

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