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knietschDas Buch das nie geschrieben wurde
– Satire
Uwe Knietsch  KU0200B
ISBN 9783981300116, Cybertrix Verlag, Softcover, 160 Seiten, € 9,80


Nur eine Provokation oder ein kompromissloser Kommentar und Ausdruck konsequenter Haltung? Endlich erscheint das Kunstwerk zur öffentlichen Inbesitznahme. Tatsächlich besteht diese Buch fast ausschließlich aus leeren Seiten und bietet seit der öffentlichen Hinrichtungen der ersten beiden Auflagen, die jeweils auch nur zu dem Zweck der Hinrichtung hergestellt wurden, die Grundlage heftiger Diskussionen aber auch ebenso heftige Versöhnungen. Die einzige unbeschriebene Vorlage zu diesem Buch ist nur sehr selten auf Ausstellungen zu sehen.


Als 3. Phase des Kunstprojektes wurde nun zum ersten mal eine erwerbbare Popularauflage des Buches herausgegeben, das eine ständige individuelle und öffentlich Präsenz ermöglicht. Neben der Erinnerung an die in der Menschheitsgeschichte vernichteten Bücher, will dieses Buch beispielsweise auch an Bücher erinnern, die nicht geschrieben werden konnten oder verfälscht wurden. Ein Kunstwerk, das in keinem Regal, auf keinem Schreibtisch und in keiner Erinnerung fehlen darf.

Die Diskussion beginnt bereits mit der Frage, ob es überhaupt ein Buch ist. Physisch gesehen, ist es das. Es hat Seiten aus Papier, Seitenzahlen und einen festen Einband, ein lesenswertes Vorwort und einen Biographieteil über den Autor. Es wurde nach den Regeln der modernen Buchdruckkunst angefertigt und vervielfältigt, hat eine ISBN-Nummer – und man kann es für € 9,80 in jedem Buchladen bestellen und kaufen.


Über die Bezeichnung “Buch” oder besser über den Begriff der “Literatur” streiten die Experten nun auch schon seit Jahrhunderten. Einigkeit besteht in der Tatsache, dass die Definition von Literatur genauso dynamisch ist, wie die Literatur selbst. Erweitert man das Feld noch etwas, landet man bei der “Literaturkunst”. Denn Literatur ist unumstritten Kunst und dazu gehört dieses Buch in jedem Fall.


Nur eine Provokation?
Es ist ein Statement, eine Botschaft, eine Provokation. Doch eines ist es sicher nicht: Eine Verspottung bestehender Literatur. Mancher erzkonservative Literat mag in diesem Buch ausschließlich Hohn sehen und denselben nur dafür übrig haben, doch wer auch nur eine Minute mit dem Autor spricht, der vielleicht kein Autor ist, weil er “Das Buch, das nie geschrieben wurde”, eben nicht geschrieben hat, der spürt sofort den philosophischen Grundgedanken eines Gesamtkunstwerkes.


Das Strafrecht spricht von der “Absicht des Täters”. Uwe Knietsch blieb straffrei, als er das Buch bereits 1987 zum ersten Mal öffentlich hinrichtete. Er sieht in seinem Werk eine Widmung für all die Bücher, die nie geschrieben werden konnten, durften, sollten und wollten.

Buch ohne Worte
In der Literatur wurde wahrscheinlich jedes Wort bereits geschrieben – aber wurde jemals kein Wort geschrieben? Vielleicht fühlt sich auch jemand dazu berufen, seine eigene Geschichte hineinzuschreiben. Auch das wäre Sinn gebend. Sicher lässt dieses Buch den größtmöglichen Interpretationsspielraum, den es je gegeben hat. Obwohl kein Wort darin steht, hat jeder der das Nichts liest eine Meinung. Es ist Kunst, Philosophie und ein Geschenk, über das man diskutieren kann – ja sollte.


Gute Literatur spricht für sich selbst. Lassen wir zum Abschluss ein Zitat sprechen aus dem Buch das nie geschrieben wurde: ”       .”


Andreas Reinwart / evangelisch.de

Uwe Knietsch


Website


Auszüge der Vita

Bilder:

Zeichnungen, Aquarelle, Öl, Acryl seit 1981


Fotografie:

seit 1978


Graphik:

Plakat- und Werbegestaltung seit 1993


Drehbuch:

„Somewhere New“ und weitere


Musik:

„King of Reggae”, “nice to meet you”, “shakira’s dance” seit 1985 und weitere


Filme:

„Somewhere New“ Kurzfilm 12 min 1986 und weitere Projektdokumentationen sowie Musikvideos


Buchillustration:

„Das Yoga Jahr“ 2006 und weitere


Technik:

Zusammenstellung eines Solarfahrzeugs im Baukastensystem 1984-1986

„Automatische Warnblinkeinrichtung für Kraftfahrzeuge“ 1986

Bau von Großformatkameras Holz 50×60 cm und weitere


Alltagskunst:

„combat-Bepflanzung“ kahler Aufzugschächte Wände in Guerillataktik 1979-1980 und 1984-1987

„positivistische Guerillataktik“ Interventionen in scheinbar aussichtslosen politischen und zwischenstaatlichen Krisensituationen

„Universe Patent Organisation“ seit 1989


Ausstellungen:

Galerie am Gärtnerplatz / München 1991

letzte, 2007 Kulturzentrum Messestadt München Bilder, Fotos, Computergrafiken, Skulpturen und Installationen (1984 bis 2007) und weitere


Galerie:

„unArt“ 1991-1993 in Baldham / Vaterstetten bei München


Installationen:

„Video – ich sehe“ Thema Gewalt – Lockschuppen Rosenheim 1993 – Raumfüllende Installation, die mit ihren optischen und akkustischen Effekten die Betrachterinnen und Betrachter so einbezog, dass fast alle davon überzeugt waren, im Kontakt mit der Installation von einem Blitz getroffen worden zu sein

Aufstellung von Kunstautomaten seit 1994  „Faltbildautomat“ und „Dosenkunst“

„Kunstfreier Raum“ seit 2005 und weitere


Aktionen:

„Das Buch das nie geschrieben wurde“ 1987 Hinrichtung Königsplatz München 2008 Hinrichtung des Buches im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennungen durch die Nazis, als Vorspiel zu seiner Remi-niszenz an Ray Bradburys „Fahrenheit 451“ in München

„Abwrackprämie für Kunst“ Feb. bis Sept. 2009 Kunstwerke konnten gegen Verrechnung einer, vorher auf ein zu erwerbendes neues Kunstwerk +100% aufgeschlagene Summe einer Abwrackprämie in Zahlung gegeben werden und weitere


Administration:

Vorstand eines gemeinnützigen Trägers seit 2003

Träger – Kulturzentrum

Herausgeber – Stadtteilzeitung

Verlagsgründung 2009


Service:

Inszenierungen und Finetuning: Theater, Kabarett, Musical, Film, Musikprojekte und Ausstellungen


Supervising, Beratung und Konzepte:

Kultur- und Kunst-Projekte, Einrichtungen und Institutionen


Von Uwe Knietsch

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