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splittDas Vermächtnis der Wolkenkrieger

– Abenteuer

Peter Splitt

ISBN 9783940951519, Verlag Pia Bächtold, Taschenbuch, 307 Seiten, € 15,–

War es wirklich Christoph Kolumbus, der Amerika als Erster entdeckt hat?

Genau diese Frage stellt sich der deutsche Abenteurer Roger Peters, als er den zunächst recht harmlos erscheinenden Auftrag übernimmt, im peruanischen Urwald nach einer versunkenen Stadt zu suchen.

Im Stillen hofft er während seiner Expedition entsprechende Beweise für seine Theorie zu finden. Fast schon zu spät erkennt er, dass ihm eine fanatisch-religiöse Gruppierung, sowie ein skrupelloser kolumbianischer Geschäftsmann auf Schritt und Tritt folgen. Welches Geheimnis verbirgt sich tatsächlich in den verlassenen Ruinen der Wolkenkrieger von Chachapoyas?

Welche Rolle spielt die undurchsichtige Sharone Rosenbaum, bei der alle Fäden im Hintergrund zusammenzulaufen scheinen …

Ein spannender Abenteuerroman, der hauptsächlich in der recht abgelegenen und bisher wenig besuchten Bergregion von Chachapoyas, Peru spielt, mit allen Mysterien der früheren prä-kolumbischen Hochkultur, sowie geschichtlichem Hintergrund.

Nach dem Auftauchen von mysteriösen Luftaufnahmen einer Goldminengesellschaft erhält der deutsche Abenteurer ROGER PETERS den Auftrag, nach einer versunkenen Stadt im dichten Urwaldgebiet von Chachapoyas zu suchen. Diese zunächst recht harmlos erscheinende Aufgabe verwandelt sich schnell zu einer nicht geahnten Bedrohung an zwei Fronten: Die fanatisch- religiöse Gruppierung „Jünger Kanaans“, auf der einen, sowie der kolumbianische Großindustrielle John Jairo Mosquera auf der anderen, verfolgen ihre eigenen, nicht immer friedfertigen Ziele. Dazu scheinen bei Sharone Rosenbaum, einer hübschen Mulattin aus dem mittleren Osten, im Hintergrund die Fäden zusammen zu laufen, bis Roger Peters erkennt, dass es in Wirklichkeit um ein längst verschollen geglaubtes heiliges Objekt der Menschheit geht.

Der Jeep war wie ein kleiner Fleck in der unermesslichen Weite der wuchernden Vegetation und bewegte sich geradewegs im Windschatten der ihm auf der unbefestigten Piste folgenden Staubwolke. Die Abdrücke der breitprofiligen Reifen verliefen sich in den Abgründen eines unendlichen Horizonts. Nichts bewegte sich in der riesigen Dschungellandschaft außer ihrem Geländewagen. Obwohl bereits bedrohliche Wolkenmassen in ferner Distanz zu sehen waren, hatte der Regen in der Region um Bolivar noch nicht eingesetzt. Der trockene Boden war spröde und würde eine größere Menge an Wasser aufnehmen wenn es dann soweit war. Roger Peters fuhr einen gewagten Reifen in dem er auf seine eigene Reaktionsfähigkeit vertraute und das Fahrzeug heulte jedes Mal auf wenn sie auf Buschwerk trafen welches den Weg versperrte. Luis saß auf dem Beifahrersitz, seine Hände abgestützt am Armaturenbrett während Sharone und Edwin sich mit finsterer Miene an einer Stange des Verdecks festhielte n und durch die Heckscheibe lugten. Von Gran Saposoa aus waren sie drei Stunden nach Sonnenaufgang gestartet, nachdem Luis und Edwin die ersten explosiven Einheiten ausgelegt hatten. Sie versteckten sich hinter dem Geländewagen während Roger Peters die letzten Verbindungen zu dem batteriebetriebenen Zünder angeschlossen hatte. Zuerst waren Sie von den winzigen Erdfontänen die in die Luft schossen enttäuscht gewesen dann jedoch machte sich angesichts der abschließenden Resultate eine schiere Begeisterung breit Die quadratischen Öffnungen die sie mühselig in die Erde gegraben hatten waren ineinandergefallen und formten lange, seitliche Gräben die nun Tonnen an Dreck mit sich führten. Wie auch immer, sie hatten noch einige Zeit benötigt um den Steinschutt fort zu schaffen, aber nachdem die beschwerliche Aufgabe bewerkstelligt war konnten sie die Felsbrocken bei Seite räumen um letztendlich den Eingang zu den altertümlichen Bauwerken darunter freizulegen.

Er wurde von seinen Gefühlen überwältigt. Nicht nur das Wasser ihrer aller Leben retten würde. Er hatte immer versucht sie mit seiner Widerstandskraft zu inspirieren und nun taten sie das gleiche für ihn. Völlig ausgelassen stand Luis bereit in den See zu springen. Mit letzten Kräften half er ihm noch Edwin mit hinunter zu ziehen. Dann krochen und rutschten sie auf Allen Vieren selbst hinab und ließen sich einfach fallen. Als er drohte sein Bewusstsein zu verlieren füllte Sharone ihren Mund mit dem klaren Wasser des Sees und presste ihre Lippen auf die seinigen. Sie zwang ihn so seinen Mund zu öffnen und zu erlauben, dass ein wenig Wasser in ihn hinein lief. Dann stillte sie vorsichtig ihren Durst und gab Roger Peters noch einen Mundvoll der erlösenden Flüssigkeit. Sofort überfiel ihn wieder der dunkle Vorhang aber seine Atmung wirkte ausgeglichener und hörte sich weniger schwerfällig an. Ein winziges aber erkennbares Lächeln lag auf seinem Gesicht.

Ein fremdartiges Gefühl drängte Roger Peters zum aufwachen und er benötigte einen Augenblick um zu begreifen wo er war. Das in den Fels gebaute Mausoleum bestand aus einer großen Kammer mit kleinen Öffnungen in Kreuz- oder T-Form, die wie Türen oder Fenster wirkten. Es roch nach Tod, staubig und vermodert. Auf der gegenüberliegenden Seite konnte er verschiedengroße, verschnürte Mumienbündel erkennen die in Baumwolltextilien eingewickelt waren und ein Gesicht aufgemalt bekommen hatten. Schauderhaft! Er schüttelte sich. Hier waren ganze Generationen, Männer, Frauen und Kinder von den Chachapoyas bestattet worden. Möglicherweise waren sie an einer Epidemie gestorben welche die Europäer eingeschleppt hatten.

Peter Splitt

Website

Peter Splitt wurde am 09. September 1961 in Remscheid geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugendzeit im Bergischen Land. Nach einer technischen sowie kaufmännischen Berufsausbildung wechselte er in die alte Bundeshauptstadt Bonn und erlangte dort Sprachdiplome in Englisch, Spanisch und Portugiesisch. Neben Musik, Literatur und Antiquitäten wurden Reisen in ferne Länder zu seiner großen Leidenschaft.

Besonders Lateinamerika mit seinen Menschen und Gebräuchen sowie den Jahrtausend alten Hochkulturen finden immer wieder seine Begeisterung. Seit mehr als zehn Jahren lebt er nun teilweise in Lateinamerika und seiner Wahlheimat am Rhein.

Während meiner Reisen durch den so widersprüchlichen Lateinamerikanischen Kontinent sind mir immer wieder die dort alltäglichen Gegebenheiten aufgefallen die jeden Europäer zum Staunen und Schmunzeln veranlassen würden. Das tägliche Chaos und die notwendigen Improvisationen die man sich in unserer hoch technologischen Welt gar nicht mehr vorstellen kann. Dazu die historischen Verbindungen zu den alten, untergegangenen Kulturen voller Mystik und Rätsel.

Viele eigene Erlebnisse habe ich in meinen Büchern verarbeitet und durch meine beiden fiktiven Hauptdarsteller Roger Peters und seinem peruanischen Freund Luis darstellen lassen. So entstanden meine spannende Romane rund um Schatzsuche und Abenteuer, gemischt mit Szenen aus dem alltäglichen Leben in Südamerika. Meine Geschichten spielen an authentischen Grabungs- und Kulturstätten in Lateinamerika und sind gespickt mit geschichtlichen Informationen rund um die antiken Hochkulturen.

Von Peter Splitt

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