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rehschuhEin Sternlein auf Reisen
– In einem Land unter unserem Bett
Sandra Rehschuh
ISBN 9783942312028, CODI-Verlag, Taschenbuch, 69 Seiten, € 9,95

rehschuh

 

Tim weiß: Unter seinem Bett lebt ein Monster! Aber niemand will ihm glauben. Bis sein Vater in das geheimnisvolle Land unter dem Bett entführt wird. Monstrosias wird es von den Bewohnern genannt. Und diese Bewohner sind leibhaftige Monster! Zusammen mit dem Sternlein Antares macht sich Tim auf die Suche nach seinem Vater und findet nicht nur Ungeheuer, sondern auch neue Freunde.

 

 

 

Die Tür zum Haus des Monsters stand offen. Trotzdem klopfte Tim an. Erst, als der Bube auch nach einigen Minuten noch keine Antwort erhielt, schlüpfte er hinein.

Sofort umfing ihn Dunkelheit. Und ein kaum erträglicher Geruch nach verschwitzten Socken. Mit Daumen und Zeigefinger kniff er sich die Nase zu. Doch der Gestank fand trotzdem seinen Weg. Es dauerte unzählige Augenblicke, bis sich seine Augen an die Finsternis gewöhnt hatten. Und auch dann waren nur Schatten zu erkennen. „Hallo? Ist hier jemand?“, flüsterte er. Doch alles blieb still. „Das Monster scheint ausgeflogen zu sein“, stellte Antares erleichtert fest. „Aber wir müssen es doch fragen, wo mein Papa ist!“, protestierte Tim. „Vielleicht ist dein Vater hier?“ „Glaubst du wirklich?“ Tim war ratlos. So schwierig hatte er es sich nicht vorgestellt, seinen Vater zu retten. Tief atmete er ein, um dann: „Papa! Papa!“ zu rufen. Doch die geliebte Stimme schwieg. Stattdessen war ein Poltern zu vernehmen, das von irgendwo aus dem Haus her kommen musste. Vor Schreck erstarrt blieb Tim regungslos stehen. Und auch Antares gab keinen Ton von sich. Einen Wimpernschlag später konnte der Junge Schritte hören. Eindeutig kamen sie auf sie zu.
"Was sollen wir jetzt tun?“, flüsterte er ängstlich. Aber das Sternchen antwortete nicht. Auch Antares erschien wie vor Angst erstarrt.
„Wer stört?“, brummte eine Stimme in der Dunkelheit.
„Tim und Antares“, antwortete der Junge mutig.
„Und was wollt ihr, Tim und Antares?“, fragte sein Gegenüber missgelaunt.
„Wir suchen meinen Papa.“
„Deinen Papa? Hier gibt es niemanden, der ‚Papa’ heißt. Also verschwindet!“

rehschuhSandra Rehschuh

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Jahrgang 1984, schreibt seitdem sie über die Schreibtischkante schauen kann.

Nach einer Lehre zur Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitet sie noch heute in dieser Branche, lebt aber in der Freizeit ihre Fantasie im Schreiben aus.

Bis heute sammelte sie mehrere Veröffentlichungen von Kurzgeschichten und Gedichten in verschiedenen Anthologien und Literaturzeitschriften, möchte aber den Weg der Kurzprosa hinter sich lassen.

Die Kinder- und Jugendliteratur reizt die, im Herz selbst ein Kind gebliebene, Autorin besonders.

Von Sandra Rehschuh

 

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