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coverGehe ich auf meine Beerdigung?
– Belletristik
Pamela Menzel
ISBN 9783839191064, BoD, Paperback, 232 Seiten, € 14,90

coverWas macht man, wenn man in den Himmel abberufen wird, aber auf Erden noch lange nicht alles erledigt hat?

Paula Breuer wird in ihrem jungen Alter von 32 Jahren durch einen tragischen Unfall aus dem Leben gerissen. Im Himmel angekommen, gewährt man ihr noch mal einen Blick zurück und sie muss erkennen, wie blind sie die vergangenen Monate durch ihr Leben gelaufen ist. Ihr Verlobter trieb sich in anderen Betten herum und ihre beste Freundin steht vor dem finanziellen Ruin. Aber Paula wäre nicht Paula, wenn sie oben im Himmel die Karten nicht mischen und unten auf der Erde, höchstpersönlich neu verteilen würde.

Und dann ist da ja auch noch Nick. Der gelernte Schutzengel, nimmt sie nach ihrem Unfall im Himmel unter seine Fittiche, um ihr das Eingewöhnen leichter zu machen. Und Nick ist ein teuflisch gutaussehender Schutzengel …

Stille. Von einer Sekunde auf die andere herrschte eine paradiesische Stille. Meine eben noch so heftig vorhandenen Schmerzen waren wie weggeblasen und ich fühlte mich unglaublich leicht und gut. Verflucht noch mal, was war denn hier überhaupt los?
Irritiert versuchte ich meine Gedanken zu sortieren. Aber das, was mir nach und nach wieder einfiel, gefiel mir überhaupt nicht.
Eben saß ich doch noch im Auto und war auf dem Weg nach Hause. Ich hatte einen anstrengenden Arbeitstag hinter mir und wollte nur noch ein entspannendes Bad nehmen und mich gemütlich auf meine Couch vor den Fernseher kuscheln. Ich war schon so gut wie zuhause, nur noch über die letzte Kreuzung und einmal abbiegen und schon hätte meinem relaxten Abend nichts mehr im Weg gestanden.
Jetzt fiel es mir wie der ein. Ich hatte grün und wollte über besagte Kreuzung, als mir ein entgegenkommendes Fahrzeug die Vorfahrt nahm und einfach vor mir links abbog und wir frontal zusammen stießen.
Oh Shit, ich bin tot …! Ich bin tatsächlich eben gestorben. Hey verdammt noch mal, dass ist doch noch viel zu früh für mich. Ich bin doch gerade erst 32 geworden, starte beruflich endlich voll durch und verdiene eine Menge Kohle. Ich habe seit vier Jahren eine feste Beziehung, die zwar Mal wieder einen Kick vertragen könnte, aber trotzdem! Was soll der Unfug? Hey, hier muss sich jemand gründlich vertan und mich verwechselt haben!
Ne, ne, Leute nicht mit mir. Ich muss ganz schnell irgendwie und irgendwas unternehmen. Ob es hier so was wie eine Reklamationsabteilung gibt? Hoffentlich gilt hier nicht »vom Umtausch ausgeschlossen«.
Ich fing an mich umzuschauen. Um mich herum standen unglaublich viele Menschen. Alte und Junge, Männer und Frauen und einige wenige Kinder. Fast alle machten einen ähnlich verwirrten Eindruck wie ich.
Zwischen all den Menschen sah ich unzählige kleine Häuschen, die mich an Kassenhäuschen vor Freizeitparks oder Fußballstadien erinnerten. Vor diesen Häuschen hatten sich lange Schlangen gebildet. Offensichtlich war dies der Eingang in »die andere Welt«.
Okay Leute, sorry, aber ich habe echt keine Zeit, mich in eine der Schlangen anzustellen und Zeit zu vergeuden, schließlich musste ich das Missverständnis mit meinem Todesfall aus dem Weg räumen. Ich versuchte mich vorzudrängeln, murmelte immer wieder etwas von einem Notfall und keine Zeit zum warten. Doch irgendwie reagierten die Menschen ziemlich erbost auf meine Drängelversuche.
»Hey hinten anstellen«, »Du hast von nun an mehr Zeit als Dir lieb ist«, »zieh gefälligst eine Nummer, wie wir alle anderen auch« war noch mit das netteste, was ich zu hören bekam.
Moment Mal, Nummer ziehen? Hatte ich richtig gehört? Ich muss eine Nummer ziehen, um in den Himmel zu kommen? Jesus, ist der Himmel etwa deutsch?

Pamela Menzel aus Pulheim – Buchpremiere: „Gehe ich auf meine Beerdigung?“

Pulheim – Pamela Menzel aus Pulheim – Buchpremiere: „Gehe ich auf meine Beerdigung?“ – Ich treffe Pamela Menzel zu einem Gespräch an einem warmen Sommertag in der City von Pulheim, mit Blick auf das Kultur- und Kommunikationszentrum. Sie kommt mit dem Fahrrad; ein fester Händedruck machten den Anfang für ein lockeres Gespräch mit der in Leverkusen im Jahre 1973 geborenen Pamela Menzel.
Warum „Pamela?“
„Wie kommt man denn zu dem Vornamen Pamela?“ fragte ich die Autorin unverblümt: „Da gab es wohl mal eine Skisportlerin; danach haben sich meine Eltern wohl orientiert“, so ihre Antwort. Ein Blick in Wikipedia hilft das Rätsel zu lösen: Pamela Behr war eine sehr erfolgreiche deutsche Skirennläuferin, sie gewann sieben deutsche Meisterschaften (Slalom und Riesenslalom) zwischen 1971 und 1979. Man erfuhr noch, dass die Eltern noch zwei weitere Vornamen in petto hatten: Silke und Jennifer; „Pamela“ machte am Ende aber das Rennen.
Pamela Menzels Bühne ist nicht die Skipiste, sondern eine Bleibe in Pulheim-Zentralort, wo sie seit zwei Jahren mit ihrem Mann Horst (42) und ihren beiden Kindern Finja (5) und Sohn Jonah (2) lebt; vorher hatte sie jahrelang in Sinnersdorf gelebt. Dort ist sie auch zur Schule gegangen, zuletzt in die Realschule. Danach absolvierte sie eine Ausbildung als Reiseverkehrsfachfrau.
„Ich bin Fisch!“
Die Autorin wirkt auf ihren Gesprächspartner eher ruhig, introvertiert, nachdenklich, mit sparsamen Gesten und versucht dann ihr Sternbild Fisch selbst zu charakterisieren: „Erst mal das Negative“, so ihre Ausführung, „Nachtragend, treu, zuverlässig!“. Und: „Wenn man mal einen Fisch als Freund gewonnen hat, dann hält das ein Leben lang!“.
www.in-pulheim.de, 06.08.2010

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Von Pamela Menzel

 

 

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