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Holzerus
– Rübezahls Floh
Volker Helsand  HV0314B
ISBN 9783000179655, Fritzsche-Verlag, Hardcover, 70 Seiten, € 12,80

Vor Flucht und Vertreibung aus der Heimat erlebten Kinder den Krieg abseits von Bombenterror gegen die deutsche Stadtbevölkerung oft wie “Ferien auf dem Lande”. Den Autor erinnert das an seine Kindheit in Schlesien. Muscha, die verspielte polnische Dackelhündin, hatte ihm mal wieder einen ihrer Hundeflöhe verehrt.


Sechzig Jahre danach bewirkte die Öffnung des “Eisernen Vorhangs”, dass Helsand mit seiner Floh-Fabel entkrampft erzählen kann, was bis dahin nicht fabelhaft war, aber so unglaublich endete.


Die Sowjetische Gewaltherrschaft, vor der im 2. Weltkrieg und danach bis 1961 ca. 14 Millionen Deutsche flüchteten, wurde 1989 durch menschenwürdige Politik beendet. Verwoben mit dem Schicksal aller Heimatvertriebenen, inspiriert von einer mystischen Baumwurzel, schickt Volker Helsand den Leser mit Rübezahls Floh auf Zeitreise und wirbt mit seinen Fotos echter Skulpturen für Fantasie und Liebe zur Natur.


Der Text des Buches ist in einer schönen, großen Schrift gesetzt.

Nach 41 Jahren als Feinmechaniker und Ingenieur in der Forschung tätig, sind dem Autor vor ca.16 Jahren auch seine künstlerischen Möglichkeiten als Dichter und Fotograf bewusst geworden.
Gute Resonanz auf Fotoausstellungen und Veröffentlichung einiger seiner Gedichte unter dem Künstlernamen Helsand haben ihn bewogen, für Kinder und Erwachsene etwas gegen Ignoranz vieler Jahrhunderte deutscher Kulturleistung in Schlesien zu schreiben, ohne Empfindlichkeiten von Menschen zu verletzen, die überall in Europa durch die Auswirkungen des 2.Weltkrieges Angehörige, Heimat und Vermögen verloren haben.
Der Nachkriegsgeneration ist eine Geschichte zur Verfügung gestellt, die in fantasievoller Weise auch Kinder und Erwachsene im Deutschlands Nachbarländern zum freundlichen Zuhören, Fragen und entspannten Verstehen veranlassen kann.
Die “fabelhafte” Geschichte beginnt 1944 im Riesengebirge bei Rübezahl von dem ein ungewöhnlich begabter Floh Zauberkraft erwirbt und endet 1990 nach Ende der Gewaltherrschaft in Osteuropa.
Der Dichter und Fotograf erzählt dabei mit der Fabel ernst und humorvoll auch von der Freundschaft zwischen Holzerus, dem Floh und Bazi, dem Bären.
Auf einer Zeitreise mit den Fabelwesen erfährt der Leser von Vertreibungsschicksal im Riesengebirge, von der Schönheit der Natur im Bayerischen Wald und erinnert sich an den “Eisernen Vorhang” vor und nach Öffnung der Grenzen.
Gefühle und Gedanken beim Besuch von Holzerus und Bazi in der alten Heimat kann auch die jüngere Generation nachempfinden.

Die Fabel, mit 11 Farbfotos von Natur-Skulpturen, ist für Menschen geschrieben, die mit Fantasie als Brücke, bei ihren Enkeln das Interesse an erlebter europäischer Geschichte anregen möchten, aber auch für Kinder, die selber gerne lesen und zu kreativer Deutung eigener Wahrnehmungen neigen.

Volker Helsand

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Von Volker Helsand

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