Hüterin der Waldfeen

KK0403B

Hüterin der Waldfeen
– Teil 1
Klara Krupka
ISBN 9783839142653, BoD, Paperback, 84 Seiten, € 5,90

Als die kleine Lisa durch ein Loch im Gartenzaun in den Wald hinaus entschlüpft, betritt sie eine zauberhafte und geheimnisvolle Welt, nichts ahnend, dass ihr Abenteuer eine Rückkehr in ihr zuhause für immer gefährden soll.

1, 2, 3, 4 Eckstein …

Die Sonne stand schon recht tief an diesem warmen Spätsommertag. Das Laub der Bäume und Sträucher leuchtete wie rotes Gold im Abendlicht. Nicht anders verhielt es sich mit Lisas Haar, welches dem sechsjährigen Mädchen inzwischen bis zu den Hüften reichte. Sie spielte mit ihren beiden großen Brüdern Hannes und Ludwig in dem viel zu hoch gewachsenem Gras ihres Gartens Verstecken.

Das zumindest dachte Lisa. Es war schon eine ganze Weile her, dass Hannes „1, 2, 3, 4 Eckstein, alles muss versteckt sein, hinter mir und vor mir, seh´ ich nichts. Ich komme!“, gesungen hatte.
Bei jedem Geräusch duckte sie sich und machte sich so klein, wie es eben ging. Bis jetzt hatte sie einfach noch kein richtiges Versteck gefunden. Zusammen gekauert, wie ein Häschen saß sie im hohen Gras. Von hier aus konnte sie gut ihr Zuhause, ein kleines Haus mit dunkelgrünen Fensterläden und den immer noch blühenden weißen und roten Kletterrosen sehen.

Ihre Mutter, die gerade für das Abendessen eine Gurke vom Gemüsebeet rein holte, warf einen kurzen, aber wachsamen Blick in den weitläufigen Garten. Sie wollte nur noch schnell den Steinfußboden der Küche und des Flures wischen.
So war es auch ihre Idee, dass Hannes und Ludwig doch bis zum Essen mit ihrer kleinen Schwester Verstecken spielen könnten. Lisa löste den Blick von Ihrer Mutter, welche wieder im Haus verschwand und sah sich nun suchend nach einem passenden Schlupfwinkel um.
Die Jungs hatten das kleine Nervenbündel längst vergessen und waren gefürchtete Piraten in den Resten eines alten Bollerwagens. „Dein letztes Stündlein hat geschlagen, ergib dich.“ Ludwig meinte damit seinen nur ein Jahr älteren Bruder Hannes, der im Fechtkampf gestolpert war und nun am Boden lag. Dieser hielt ihm todesmutig seinen langen Stock, welcher ihm als Degen diente, entgegen. „Niemals!“, schrie dieser ihm in brünstig entgegen „Dann sollen dich die Haie fressen.“ Hannes sprang zur Seite. So entkam er seinem Bruder, der ihn nun laut johlend quer durch den Garten jagte.

Oh je, ob er mich gesehen hat, fragte sich Lisa, die das Geschrei des Bruders auf sich bezog. „Nein Fips, der kriegt mich nicht.“ Sie streichelte ihren kleinen grauschwarzen Mischlingshund, welcher die ganze Zeit mucksmäuschenstill neben ihr saß und bewegte sich dann geduckt, im Entengang vorwärts, bis zum fast zugewachsenen, hinteren Gartenzaun …

Klara Krupka

Klara Krupka wuchs im schönen naturbelassenen Oderbruch auf und schrieb von jeher vorwiegend Gedichte. Da diese in der Aufnahmekapazität eng begrenzt waren, schrieb sie später kleinere Geschichten und veröffentlichte mit “Hüterin der Waldfeen” den ersten Teil ihres Kinderbuches.

Von Klara Krupka

 

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