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Die Kunst zu siegen. Meine Erfolgsgeschichten von acht Siegen bei der Tour de France
von Johan Bruyneel mit Bill Strickland

Gebundende Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Sportwelt Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3941297012
Preis: 18,90 EUR










Kurzbeschreibung:
PROLOG
WIE WAR DAS DAMALS?
Das ist eine der zwei Fragen, die mir am häufigsten gestellt wird.
Wenn jemand erfährt, was mein Beruf ist – und mit wem ich diesen ausgeübt habe – dann lautet die erste Frage in der Regel: Wie war das damals, mit Lance Armstrong zusammenzuarbeiten, dem ehemaligen Krebspatienten, dem Helden, dem siebenmaligen Gewinner der Tour de France, dem größten Sportler der Welt? Die Antwort klingt wie so viele Antworten, die ich im Leben – und während der Tour de France – gefunden habe, vermeintlich einfach.

Sie müssen sich das so vorstellen, erkläre ich dann in der Regel: Sie warten in einer Schlange an der Haltestelle, um in einen alten, quietschenden Stadtbus einzusteigen, als Sie plötzlich jemand schnappt und in das Cockpit eines dröhnenden und donnernden Düsenjets steckt. Oder Sie sind zu einer Schachpartie eingeladen und müssen völlig unerwartet feststellen, dass Ihr König keine gewöhnliche Spielfigur, sondern ein einzigartiges Fabelwesen ist. Sie müssen ihn nicht vor Angriffen des Gegners schützen, da er selbst attackieren kann. Dabei zieht er schneller und weiter als jede andere Schachfigur.

Die Leute verstehen in der Regel, was ich meine: Antriebskraft, Adrenalin und Stärke.
Aber oft verstehen sie die zweite Hälfte dieser Analogien nicht – und dies ist die wichtigere Hälfte für einen Sieg. Wenn ein Laie einen Düsenjet fliegt, wird er wohl eher zum Bruchpiloten als zum ruhmreichen Helden. Spielt ein Schachanfänger mit einem Super-König – oder mit zweien oder sogar dreien – gegen einen Großmeister, der Hunderttausende Partien studiert hat, jede nur erdenkliche Eröffnungs- und Endstrategie auswendig kennt und zehn Züge im Voraus denken kann, so wird trotzdem der Großmeister die Partie gewinnen. Denn ohne geistige Leistungsfähigkeit ist Muskelkraft nutzlos.

Viele Leute – besonders solche, die sich im Radsport auskennen und denen die enge Beziehung zwischen Teamchefs und den besten Fahrern eines Teams bekannt ist – stellen dann auch die alles entscheidende zweite Frage: Wären du oder Lance jemals so erfolgreich gewesen, wenn ihr euch nicht getroffen hättet?

Die Antwort hierauf ist nicht einfach. Lance Armstrong und ich haben zum perfekten Zeitpunkt zueinander gefunden. Wir waren beide schon recht erfolgreich gewesen, als wir uns kennen lernten, aber keiner von uns hatte seine eigentliche Berufung entdeckt, die uns auf den Gipfel unserer Sportart und unseres jeweiligen Potenzials bringen würde.

Klappentext:
„Die Kunst zu siegen“ ist eine lockere Sammlung von Erinnerungen des erfolgreichsten Teamchefs aller Zeiten – sowohl an seine eigene Karriere als Radprofi als auch an seine bislang acht Siege bei der Tour de France mit Lance Armstrong und Alberto Contador.

In diesem Buch gibt Johan Bruyneel teils äußerst intime Einblicke in sein Seelenleben: wie der Tod des Vaters vor der Tour de France 1993 fast zum Verzicht auf den Start geführt hätte, ihn dann jedoch zum generalstabsmäßig geplanten Sieg auf der 6. Etappe brachte; wie Lance Armstrong in ähnlicher Weise mit einem Husarenritt auf den Tod seines Teamkollegen Fabio Casartelli reagierte; wie Bruyneel und Armstrong gemeinsam immer wieder unkonventionelle Trainingsmethoden einführten und sich selbst in Frage stellten; wie Bruyneel mit immer neuen taktischen Geniestreichen die Konkurrenz in die Schranken verwies; und wie ihn die schmerzhafte Saison 2006 erst recht die Kunst zu siegen gelehrt hat.

In einem Nachwort erklärt Bruyneel außerdem, wieso er Teammanager von Astana wurde – und wie er die Mannschaft zu einer dopingfreien Erfolgsstory umgebaut hat.

Dieser Blick hinter die Kulissen ist ebenso spannend wie kurzweilig zu lesen – ein Muss für jeden Fan des Radsports.

Sonstiges:
VORWORT von Lance Armstrong
ES IST GANZ EINFACH: Ohne Johan Bruyneel hätte ich keine einzige Tour de France gewonnen, geschweige denn sieben hintereinander. Johan ist ein belgischer Ex-Radrennfahrer, der während dieser Siegesserie nicht nur mein Teamchef war. Er wurde zu einem Freund, fast schon einem Bruder, meinem Vertrauten, war genauso besessen wie ich und ist für mich nicht nur im Radsport, sondern ganz allgemein der beste Trainer überhaupt. Er ist ein Genie – vielleicht nicht unbedingt ein Genie wie wir es aus den Schulbüchern kennen, sondern jemand, der über eine unvergleichliche Intuition und Cleverness verfügt.
Das Erste, was er für mich tat, legte den Grundstein für unseren späteren Erfolg. Es war das Einfachste und gleichzeitig Schwerste, was ein Mensch für einen anderen tun kann: Er glaubte an mich.
Als ich nach meiner Krebserkrankung mein Comeback im Profiradsport versuchte, war Johan als Erster überzeugt davon, dass ich nicht nur mein Comeback schaffen könnte, sondern sogar fähig sei, die Tour de France, das größte und wichtigste Radrennen der Welt, zu gewinnen. Dabei war das nicht irgendein Motivationstrick oder eine komplexe sportpsychologische Strategie. Johan blickte ganz einfach tief in mich hinein und entdeckte dort etwas. Und was auch immer das war, es veränderte mein Leben.
Er überzeugte mich schließlich davon, an mich selbst zu glauben, und wir begannen, eng zusammenzuarbeiten. Dabei entdeckte ich, dass er einer der wenigen Menschen ist, die noch fanatischer sind als ich selbst. Ich war ja schon völlig besessen von Rennen, Training, Ausrüstung und Regeneration. Um all das kümmerte er sich natürlich auch – für fünfundzwanzig Fahrer! – und plante nebenbei noch, welche Rennen das Team fahren und wie unser Reiseplan aussehen sollte, was wir essen und mit wem wir das Zimmer teilen würden und welche Fahrer anderer Teams wir drei Jahre später brauchen könnten. Johan Bruyneel ist für mich der personifizierte ‚Siegeswille’.

Über den Autor:
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1 Comment

  1. Eine locker und unverkrampft erzählte Autobiografie, mit ganz persönlichen Erinnerungen von Johan Bruyneel.

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