Das 150jährige Jubiläum des Frankfurter Palmengartens ist Anlass, über die „Hoch-Zeit“ des Sports im „Neugarten“ zu berichten. In den Jahren von 1887 bis 1910 gehörte der Palmengarten neben der Rennbahn am Oberforsthaus und dem Main zu den wichtigsten Sportstätten Frankfurts.
Hier fanden Eislaufkonkurrenzen und Radrennen, aber auch Rugbybegegnungen und als „Olympische Spiele“ bezeichnete athletische Wettkämpfe statt. Lawn-Tennis war dort zu Hause, wo sich heute die Steppenanlage befindet. Der Palmengarten galt zu dieser Zeit nicht nur als Hort exotischer Pflanzen und beliebter Treffpunkt der Frankfurter Bürger, sondern auch als ein Ort, der dem Sport diente.
Das war damals alles andere als selbstverständlich, denn Stadtverwaltungen sahen es noch lange nicht als ihre Aufgabe an, Sportanlagen zu bauen oder zu unterhalter Das Frankfurter Waldstadion mit Schwimmbad und Radrennbahn wurde erst 1925 eröffnet.
Radfahrer fanden nur mit Mühe geeignete Strecken, um ihr „Hochrad“ auszuprobie-ren. Lawn Tennis konnten zu jener Zeit nur diejenigen spielen, denen es möglich wa den zu ihrer Villa gehörenden Park um einen Tennisplatz zu erweitern! Jugendliche Sporttreibende nutzten freie Flächen am Rand der Stadt – vor allem für den aus England importierten „Football“ in seiner Ausformung als „Rugby“.
Der Bau einer Sportanlage im erweiterten Palmengarten mit Radfahrbahn und Fußballplatz sowie Plätzen für Croquet und Lawn Tennis wurde deshalb zumindest von den Vertretern der „wohlhabenden Schichten“ sehr begrüßt. 23 Jahre lang entwickelte sich im „Neugarten“ ein äußerst abwechslungsreiches Sportgeschehen, das in diesem
Buch skizziert wird.
Taschenbuch (Paperback):
ISBN: 978-3-00-070638-7
Verlag: Eigenverlag
Seiten: 110
Preis: 8 Euro
Erscheinungsdatum: 1. November 2021
Name des Autors/Autorin:
Peter Schermer
Infos zum Autor/Autorin:
Stadtteil-Historiker Frankfurt
